Extasy-554

Pflegehinweise

Möbelbezugsstoffe

Stoffarten

Velours ist die Sammelbezeichnung für all jene Stoffe, bei denen Garne – der sogenannte Flor – in das Grundgewebe eingewebt werden. Je höher der Flor – in der Regel 2-4 mm – desto weicher der Velours. Durch Druck und Körperwärme kann es zum sogenannten Sitzspiegel kommen. Hierbei handelt es sich um eine Florlagenveränderung, die den Velours je nach Blickwinkel hell oder dunkel schattieren lässt. Dies ist eine warentypische Eigenschaft.Velours ist eine Sammelbezeichnung für alle Stoffe, bei denen Fasern in ein Grundgewebe eingewebt
werden. Besonders hervorzuheben ist bei diesem Stoff der angenehme Griff, die Optik sowie die Strapazierfähigkeit. Bedingt durch die Herstellungstechnik zählen die Velours zu den strapazierfähigsten Stoffen. Als warentypische und somit normale Eigenschaften sind bei diesem Stoff – wie auch bei Samtstoffen aus der Bekleidung – folgende Merkmale zu bezeichnen:

a) Changieren
b) Sitzspiegel

Changieren:
Bedingt durch die Florlage (Strichrichtung) erscheint der Stoff je nach Lichteinfall heller oder dunkler. Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass der Bezug Farbunterschiede aufweist. Der Grund für dieses Changieren liegt darin, dass der Veloursstoff generell in einer Strichrichtung verarbeitet wird, z.B. bei einer Eckgruppe wird das Licht, je nach Standort der einzelnen Polsterteile, nun unterschiedlich reflektiert. Dies ist eine wartentypische Eigenschaft

Sitzspiegel:
Durch den Einfluss von Druck, Körperwärme, Körper- und Luftfeuchtigkeit und die Art der verwendeten Unterpolsterung und Abdeckung kann unter Umständen eine mehr oder weniger sichtbare Florlagenveränderung („Gebrauchslüster“) entstehen. Diese erwecken je nach Lichteinwirkung, besonders bei Veloursmöbelbezugsstoffen oder Flachgeweben aus Chenille, den Eindruck von Flecken. Gebrauchslüster sind eine warentypische Eigenschaft und stellen keine Qualitätsminderung dar; sie lassen sich erfahrungsgemäß auch durch Pflegemaßnahmen nicht immer beseitigen.

Flockvelours

sind keine Webstoffe und werden in einem speziellen Verfahren hergestellt. Hierbei wird in einem elektrostatischen Verfahren eine Polyamidfaser auf ein starkes Trägermaterial aufgebracht und befestigt. Flock-Velours zeichnen sich durch eine hohe Farbenvielfalt, hohe Gebrauchstüchtigkeit und Pflegeleichtigkeit aus. Je nach Florhöhe kann es auch hier zum Sitzspiegel kommen, was ebenfalls eine warentypische Eigenschaft darstellt.

Mikrofaser.

Dieses Bezugsmaterial besteht aus einem Verbund mikroskopisch feiner Fasern – in wirrer Faserordnung aufgebaut, von denen 10.000 Meter zwischen 0,8 bis 1,2 Gramm wiegen. Besonders hervorzuheben ist bei diesen Stoffen der angenehme Griff sowie die Optik. Bedingt durch die verwendeten Fasern wird dieser Stoff auch als pflegeleicht und lichtecht bezeichnet. Als warentypische und somit normale Eigenschaften, ist bei diesem Stoff ein leichtes Aufrauen zu verzeichnen. Das bedeutet, dass durch den normalen Gebrauch Reibungen entstehen, die – je nach Stoffart – Knötchen verursachen können – vergleichbar mit der sogenannten Pillingbildung. Dieses Erscheinungsbild kann durch Fremdfasern von Kleidungsstücken, die sich in dem Stoff verankern, sowie durch Hausstaub verstärkt werden. Dieses leichte Aufrauen beeinflusst die Haltbarkeit und Strapazierfähigkeit des Gewebes nicht. Ein Abrasieren der Pills ist mit einem dafür speziell entwickelten Pillingrasierer möglich. Im Gebrauch ist weiterhin mit einer Patina – vergleichbar mit der bei Nubukleder – zu rechnen. Beide Eigenschaften sind warentypisch und beeinträchtigen nicht die Haltbarkeit und Gebrauchstüchtigkeit dieses Bezugsmaterials.

Als Flachgewebe bezeichnet man Gewebe, bei denen sich zwei Fadengruppen rechtwinklig überkreuzen. Besonders hervorzuheben ist bei diesem Stoff – bedingt durch die Herstellungsart – die Optik sowie der angenehme Griff. In seiner warentypischen Eigenschaft und in seinem Gebrauchsverhalten ist Flachgewebe mit Bekleidungsstoffen zu vergleichen. Während des Gebrauchs können auf der Oberfläche des Bezugs kleine Knötchen die sogenannte Pillingbildung aus folgenden Gründen entstehen:

Durch das Ablösen von kleinen Faserteilchen und das Zusammenzwirbeln loser Fasern während des Gebrauchs;

durch Fremdfasern von Kleidungsstücken. Hier verankern sich lose Faserteilchen von der Kleidung mit den Fasern des Bezugsstoffes;

durch Hausstaub, der sich bei einer nicht regelmäßigen Pflege auf dem Bezug ablagert.

Eigenpilling tritt in der Regel meist zu Beginn auf – und dies nur einmalig. Die Haltbarkeit und Strapazierfähigkeit des Gewebes wird dadurch nicht beeinflusst. Ein Abrasieren der Pills ist mit einem dafür speziell entwickelten Pillingrasierer möglich (s. Stiftung Warentest „Ratgeber Möbelkauf“).

Chenille-Flachgewebe:

Chenille nennt man alle Bezugsstoffe, die unter Verwendung eines Effektgarnes hergestellt werden. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Flachgewebe, die durch das Chenillegarn eine samtartige, dem Velours ähnliche Oberfläche erhalten. In der Regel wird die Verschleißfähigkeit des Flachgewebes durch das Verwenden des Chenillegarns erhöht. Das Chenillegarn wird heute hauptsächlich aus Baumwolle, aber auch aus Polyacryl, hergestellt. Als warentypische Eigenschaft gelten bei diesem Stoff

a) geringer Florverlust im Gebrauch,
b) Sitzspiegel
c) Changieren durch den veloursartigen Charakter

Alle zuvor genannten Eigenschaften stellen keine berechtigte Reklamation dar.

Allgemeine Pflegehinweise für Möbelbezugsstoffe

Möbelbezugsstoffe bedürfen wie alle anderen Textilien des täglichen Gebrauchs einer regelmäßigen Pflege. Dadurch wird der Gebrauchswert Ihrer Polstermöbel erhalten. Jeder Bezugsstoff wird bei direkter Sonneneinstrahlung mehr oder weniger stark ausbleichen – deshalb direkte Sonneneinstrahlung vermeiden! Elektrostatische Aufladung ist eine Folge zu geringer Luftfeuchtigkeit. Topfpflanzen, Raumluftbefeuchter und ausreichende Frischluftzufuhr sorgen für ein gesundes Wohnklima und helfen eine elektrostatische Aufladung zu vermeiden. Bei hellen Bezugsmaterialien kann es zu Verfärbungen durch nicht farbechten Kleidungsstücken (z.B. Jeans) kommen. Besonders häufig passiert dies bei neuen schwarzen bzw. blauen Jeanshosen. Abfärbungen und alle weiteren im Gebrauch durch Nahrungs- und Genussmittel, sowie Körperflüssigkeiten verursachten Verunreinigungen oder Beschädigungen sind von der Gewährleistung ausgenommen und stellen keinen Grund zur Beanstandung dar. In den ersten Wochen hat jedes Material einen unschädlichen Neu- bzw. Eigengeruch, der sich von selbst verliert.

Unterhaltsreinigung

Hierbei werden Verschmutzungen des täglichen Gebrauchs beseitigt. Dies geschieht durch regelmäßiges Absaugen mit einer Polsterdüse bei geringer Saugstärke. Anschließend den Bezug mit einer weichen Bürste in Strichrichtung abbürsten. Außerdem sollte der Bezugsstoff von Zeit zu Zeit mit einem feuchten – nicht zu nassen – Leder abgewischt werden. Dazu handwarmes, destilliertes Wasser mit etwas Neutralseife verwenden.
Beachten Sie bitte grundsätzlich:

  • Farbechtheit des Stoffes an verdeckter Stelle prüfen
  • Nur wasserlösliche Reinigungsmittel oder Neutralseife, ph-neutral, alkali- und parfümfrei verwenden.
  • Keine Reiniger oder Lösungsmittel auf Petroleumbasis benutzen.
  • Starke Verschmutzungen mit handelsüblichen Polster- oder Teppichreiniger auf wasserlöslicher oder Schaum-Basis behandeln und separate Reinigungshinweise beachten.
  • Generell ganze Flächen behandeln z.B. von Naht zu Naht behandeln.
  • Gereinigten Bezug vor Benutzung trocknen lassen.

Vorsicht bei Dampfreinigern! Bei zu hoher Temperatur besteht die Gefahr, dass synthetische Materialien schmelzen.
So können z.B.
auch Sitzspiegel entstehen! !

Fleckentfernung

Flecken müssen unverzüglich entfernt werden. Gehen Sie dazu – je nach Verschmutzung – wie folgt vor: Noch vorhandene Reste entfernen. Flüssigkeiten mit saugfähigem Tuch abtupfen. Eingetrocknete Flecken nicht mit dem Fingernagel abkratzen, da die Fasern des Stoffes beschädigt werden könnten.

A = mit kaltem Wasser, evtl. mit einer Lösung aus Wasser und Shampoo (ph-neutral) nachbehandeln. Kein heißes Wasser benutzen, da Eiweiß gerinnt.
B = mit lauwarmer Lösung aus Wasser und Shampoo (ph-neutral) behandeln. Blieb die Fleckentfernung ohne Erfolg, kann man die Stellen nach dem Trocknen mit Waschbenzin oder Fleckenentferner nachbehandeln.
C = Nicht eintrocknen lassen! Sofort mit lauwarmer Lösung aus Wasser und Shampoo (ph-neutral) behandeln.
D = Mit Lösungsmitteln, wie Waschbenzin, Spiritus oder handelsüblichen Fleckenwasser behandeln.
E = Nicht mit dem Bügeleisen arbeiten! Soweit wie möglich zerbröckeln und vorsichtig abheben. Bei Velours besteht die Gefahr einer Oberflächenbeschädigung.
F = Handelsübliches Vereisungsspray nach Vorschrift einsetzen. Bei Velours besteht die Gefahr einer Oberflächenbeschädigung (Florausfall) – Nicht zupfen!
G = Weißes Tuch mit Zitronensäurelösung (1 gestrichener Esslöffel auf 100 ml kaltes Wasser) anfeuchten und damit auftragen. Den Fleck vom Rand zur Mitte hin aufnehmen.

Verschmutzung Velours/
Flachgewebe/
Mikrofaser
Flock-Velours
Bier C   Alle Flecken sind mit destilliertem Wasser und Seife mit leichtem Druck und kreisförmigen Bewegungen
zu entfernen. Verwenden Sie auf keinen Fall Lösemittel, da Sie damit den Bezug zerstören können! Verklebte oder verhärtete Stellen dürfen niemals – im trockenen oder nassen Zustand – mit dem Fingernagel abgekratzt oder mit einer Bürste abgerieben werden, da dadurch Florbeschädigungen entstehen können.
Butter D  
Blut A  
Blut (alt) G  
Eiweiß / Eigelb A  
Erbrochenes B  
Farbe (Lack) D  
Fett D  
Filzstift D  
Fruchtsaft C  
Getränke C  
Kakao B  
Kaffee mit Milch B  
Kaugummi F  
Kohle D  
Kot A  
Kugelschreiber B  
Lippenstift B  
Milch B  
Nagellack D  
Parfüm B  
Rost G  
Ruß B  
Schuhcreme B  
Soßen B  
Speisen B  
Spirituosen C  
Tee C  
Tinte B  
Urin A  
Wachs E  
Wein B / C

ECHTES LEDER – ein gutes Stück Natur.

Jede Haut hat ihr eigenes Erscheinungsbild – in der Struktur der Oberfläche, der Farbe und weitere Naturmerkmalen wie Dungstellen, Hornstöße, Heckenrisse, Mastfalten und Striegelrisse. Dies ist keinesfalls ein Makel, sondern ein Zeichen dafür, dass Ihr Leder besonders natürlich und ursprünglich ist. Weil Leder ein Naturprodukt ist, können Farbabweichungen zu den Musterkollektionen und Ausstellungsstücken auftreten. Wie bei jeder Haut ist es auch normal, dass innerhalb einer Fläche unterschiedlich starke Narbungen und Mastfalten auftreten. Dies stellt ebenfalls keinen Mangel dar sondern ist ebenfalls ein Beweis für die Natürlichkeit dieses edlen Materials. Die Verarbeitung von echtem Leder erfordert besonderes Geschick. Veränderte Zuschnitte und Nahtbilder im Vergleich zur Stoffverarbeitung sind üblich.

Allgemeine Pflegehinweise für Leder

Schützen Sie Ihre Polstermöbel vor direkter Licht- und Sonneneinstrahlung. Entfernen Sie Flecken immer sofort – vom Fleckenrand nach innen.

Benutzen Sie niemals Fleckenentferner, Benzin, Terpentin, Schuhcreme oder andere ungeeignete Mittel!

Unterhaltsreinigung

Mit weichem Tuch abstauben oder mit weicher Bürste absaugen. 1-2 mal im Jahr – am besten im Frühjahr – Neutralseife in warmen, destillierten Wasser auflösen und das Leder großflächig behandeln. Mit klarem Wasser nachreiben und mit einem Wolltuch trocknen. Anschließend das Leder mit etwas Spezialpflegemittel (farbloses Lederbalsam) einreiben um das Leder geschmeidig zu halten. Beachten Sie grundsätzlich: Erst reinigen – dann pflegen.
Flüssigkeiten bitte sofort mit einem saugfähigen Papier (Löschblatt) oder Baumwolltuch aufsaugen. Grobe Verschmutzungen mit einer Spachtel vorsichtig entfernen. Anschließend wie oben beschrieben Neutralseife in warmen, destillierten Wasser auflösen und das Leder großflächig behandeln. Mit klarem Wasser nachreiben und mit einem Wolltuch trocknen. Bei Bedarf mit etwas Spezialpflegemittel (farbloses Lederbalsam) einreiben.

Fleckentfernung

  • Schmutz mit trockenem Wattebausch entfernen – nicht reiben.
  • Anschließend mit feuchtem Wattebausch kreisförmig die zu reinigende Fläche behandeln. Danach mit weichem Tuch abtrocknen.
  • Bei Bedarf den feuchten Wattebausch zusätzlich mit spezieller Lederpflegeseife anreichern.
  • Bei schwierigen Flecken (Lippenstift, Kugelschreiber, etc.) verwenden Sie bitte einen speziellen Lederreinigungsstift.
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